Mit Helm unterwegs

Konzert vom 07. Februar 2017 im Gebäude 9 in Köln.
Helmet, Local H

Anfang Februar habe ich mir Helmet und Local H in Köln angesehen. Der Konzertbercht wurde jetzt in der aktuellen OX Ausgabe veröffentlicht. Also los geht und holt euch dieses tolle Magazin!

Helmet live im Gebäude 9 in Köln am 07. Februar 2017

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Das Mono Syndrom

Konzert vom 30. Oktober 2016 im Gebäude 9 in Köln.
Alcest, Mono, Syndrome

Nach meiner Reise durch Laos, über die ich hier vielleicht einmal berichten werde, hat mich nun der Alltag leider wieder und die wenigen Momente, in denen ich mich in ferne Welten begeben und auf virtuelle Reisen gehen kann, sind zum Beispiel Konzerte. Für ein paar Stunden entführen mich die Musiker mit Klang, Licht und Vibrationen in kleine Phantasielandschaften. Notwendig in dieser entmenschlichten Zeit.

Heute war es eine besondere Reise, denn ich konnte endlich wieder Mono aus Japan bewundern, die ich zum letzten Mal 2011 im Druckluft in Oberhausen gesehen hatte. Es wurde also wieder Zeit. Eine weitere Premiere war meine neue Kamera, die ich heute zum ersten Mal auf einem Konzert ausprobieren wollte und generell noch nie getestet hatte. Ein kleines Risiko, denn das Management von Mono wollte die fertigen Bilder gerne verwenden.
Vielleicht durch die Luftfeuchtigkeit in Laos oder technische Defekte ist meine alte Kamera gegen Ende meiner Reise kaputt gegangen und die direkt nachbestellte baugleiche Kamera hatte ebenfalls Defekte. Daher habe ich das Less Than Jake Konzert vom 13. Oktober nicht gepostet, weil die Bilder einfach nur miserabel waren. Also wieder eine neue Kamera samt Objektiv gekauft udn nun bin ich stolzer Besitzer einer neuen Spiegelreflex eines anderen Herstellers. Und heute war Premiere im Gebäude 9 bei Mono.

Ich traf zwar noch recht früh gegen 19:45 Uhr ein, hatte nur so weit weg geparkt, dass ich etwas laufen musste. Das Konzert war restlos ausverkauft und die Halle voll. Oje, ich musste mich durch den ganzen Wust an Menschen durchkämpfen, um einen halbwegs guten Platz vor der Bühne zu ergattern. Ich stand leider nur in der zweiten Reihe und der Fotograf vor mir war nicht bereit, auch nur ein wenig nach links zu rutschen, damit wir beide einen tollen Platz zum fotografieren hätten. Während des Konzertes machte er diese Lücke sogar zu und behinderte mich irgendwie sogar bei meinen Aufnahmen, indem er sich gegen mich stemmte. Es sind denke ich dennoch ein paar gute Bilder bei herumgekommen und ich bin sogar schwer begeistert von meinem neuen technischen Begleiter.

Ich kam gerade rechtzeitg, denn das Konzert begann pünktlich und Mathieu Vandekerckhove setzte sich alleine auf seinen Stuhl. Er ist besser bekannt unter seinem Solo-Projekt Syndrome und spielt auch bei Bands wie Amenra, Kingdom Deah und Sembler. Die Bühne war in ein kaltes, blaues Licht getaucht und im Hintergrund lief ein schwarz-weiss Film mit Sequenzen von Meer, Frauen in den Dünen liegend und Wasserspielen ab. Das Ganze brachte mit dem trägen, aber stimmungsvollen und grummelnden Sound ein recht schweres Ambiente mit und oft vergass man, dass dort nur Mathieu saß, der all diese überlagerten Klänge produzierte.

Irgendwann während seiner Show quatschte mich die Frau neben mir an, ich möchte meine Kameratasche doch auf dem Bauch tragen. Ich drehte sie auf den Rücken und stellte später fest, daß sie fast die ganze Zeit während des Konzertes von Mono und Mathieu nur auf ihr Handy glotzte und den Musikern auf der Bühne kaum Beachtung schenkte, bis dann am Ende ihre Lieblingsband kam, wegen der sie nur gekommmen war und die sie stolz auf ihrem Shirt herumtrug.

Nachdem Mathieu nach einer geschätzten halben Stunde sein Set beendet hatte, wurde kurz umgebaut und mein Hauptgrund dieses Abends betrat die Bühne. Mono. Aus Japan. Vier Personen, die bereits seit 1999 Musik machen. Erst im Oktober veröffentlichten sie ihre neue Platte Requiem For Hell bei einem meiner Lieblings-Label Pelagial Records, dessen Titeltrack sie sogar zum Abschluss spielten. Inspiriert wurde die Platte von Dantes Göttlicher Komödie.

Monos instrumentaler Klangteppich geht bisweilen durch Mark und Bein, wenn sie aus klangvollen Teppichen in druckvolle Wellen ausbrechen. Auch wenn sie eine der wenigen Bands sind, die bei Konzerten sitzen, verzeihe ich ihnen dies, denn sie verbreiten bisweilen eine ungeheure Energie, die sich im nächsten Moment in ganz ruhige Gewässer mit einer atemberaubenden Berglandschaft verwandelt. Rein musikalisch natürlich. Das sind diese Momente, in denen ich aus meinem Alltag entfliehe und von der Musik gefangen bin und mich nur auf die Klänge und mögliche fotografische Schnappschüsse konzentrieren kann.

Wieso der Veranstalter diese Reihenfolge an Bands gewählt hat, ist mir schleierhaft. Ich hätte gerne Mono als Hauptakt gesehen, denn was zum Schluss kam, haute mich nicht mehr aus den Socken. Alcest stammen aus Avignon in Frankreich und sind eigentlich das Soloprojekt des Gitarristen und Sängers Neige. Alcest wurde 2000 gegründet und sie haben bislang fünf Studioalben heraus gebracht. Sie fingen damals als Black Metal Band an und gelten heute als Vorreiter des Blackgaze, einem hypnotischen Genre des Post-Metal.
Die Jungs kamen mir leider etwas zu selbstverliebt rüber und die Musik war mir persönlich zu eintönig. Auch wenn beide Gitarristen sangen, dachte ich zuerst sie fabrizieren nur Sounds mit ihren Stimmen, aber irgendwann kamen die Stimmen durch die Boxen und ich erkannte, daß sie sogar sangen.

Ehrlich gesagt möchte ich keine Band verreissen, aber Alcest langweilten mich zum Teil, denn es fehlte mir der Drive und der Knall. Das gewisse Etwas und diese selbstverliebten Blicke ins Publikum empfand ich als eher störend und irritierend. Es gab zum Glück keine Zugabe.

Gegen knapp 0 Uhr war das Spektakel zu Ende und ich besorgte mir an dem Merch-Stand von Mono noch eine ihrer alten Platten, die mir noch in meiner Sammlung fehlte: One Step More And You Die und die New York Soundtracks in einer Deluxe-Vinyl Version. Mit der For My Parents Platte von Mono in voller Lautstärke ging es dann über die A3 wieder nach Hause.

Setlist Mono:
Ashes In The Snow
Death In Rebirth
Dream Odyssey
Pure As Snow
Recoil, Ignite
Requiem For Hell

Setlist Alcest:
Onyx
Kodama
Je Suis D’ailleurs
Écailles De Lune
Autre Temps
Oiseaux de Proie
Eclosion
Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles
Délivrance

Of spider gods and cheaters

I still did not fully recover from my cold, but I needed to go out and see some music. Maybe music can be healing as well? Of course it does.

Today’s programme was about to see Spidergawd and The Cheaters in Gebäude 9 in Cologne. The last time I had been at that place was 2006 to see Sleater-Kinney before they split. It is a little complicated to get there as far as I remembered, because you needed to make a u-turn to get to the street, where the club was.
Hmm, with my modern-day navigation system it was easy to find. But after I left my car, I still had some problems to find the venue, because it was in a backyard.

Inside, everything looked different than 10 years ago and the bathroom was over and over covered with stickers. The concert hall was not open yet, so we all were squatting inside the entrance hall, drank our beers or other liquids and I could get a good overview on the merchandise of Spidergawd to make my coice for later.

DJ Friese, a long-bearded man was putting up some records with fine rock music on the turntable and someone threw a full bottle of beer on the ground. What a mess! Finally, about 8pm, we were allowed to enter the main concert hall. It took some time until it was completely full, but at the end, the whole room was packed and an estimated 200 to 250 people.

The first trio – The Cheaters – I never heard before. They should not be confused with The Cheaters, that were playing during 1979 to 1987 and coming from New York. There is another Cheaters band from Baltimore, but we are meeting here the three-piece cheaters from Oslo, Norway. They started playing in 2006 and won the Norwegian Grammy Award (The Spellemann) for the best rock album in 2014. They call their music punk rock n roll.

One guitar, a bass and a drumset, split apart due to the massive drumset of Spidergawd’s Kenneth Kapstadt and the guitar player Henrik Width Kristiansen had to stay alone on one side with his equipment.

Their sound was driving, loud and noisy. But it is very hard to play as first band before another great band, that everyone expects.
Their songs were a lot about girls and I sometimes felt like being back in the 1960’s, when the people looked like guitar player Henrik and the sound was a bit similar too. At the end they did a good job, but were not really my cup of tea.

Their last song „She’s a Spider“ they dedicated to the following gods of spiders.

The Cheaters playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

The Cheaters playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

The first disapointment when Spidergawd entered the stage was, that Motororpsycho’s Bent was replaced by an unknown, but similar looking long-haired young man. Later it became clear, that it was Hallvard Gaardløsn named „The Kid“, because Bent had some duties to carry out with new projects of his main band Motorpsycho. Motorpsycho is my most favourite band since I saw them the first time in 1996 in Cologne.

But with the first note they plaid, it was clear, that they will crush the hall to the ground. The most amazing thing about this band is, that they place the drum kit right in the front of the stage and with the first hit, that Kenneth did on the drums, I felt the music in every single cell of my entire body. The amplifiers were turned on loud and everything vibrated and shook with every note they plaid.

Which is good, because you feel and go with every song and at the end you are deaf. Unless you don’t wear any earplugs. It was so loud, that I can’t even upload the video I recoreded with my cellphone, because it is far too overdriven and not nice to listen anymore. So this time, no video. I am sorry.

They plaid songs from all three albums and they were much better than the recorded ones. The bariton saxophone player is one of the best additions, that this band has included in their portfolio and Kenneth is one of the most energetic drum players I have ever seen. They even plaid an encore, that seemed to be unusual for them.

After a long and exhausting concert that was satisfying everyone who had been there, I bought my shirt and a vinyl and left the place on my way back home. Still very paralyzed from the loud sound, I listened to the new Motorpsycho album in my car on my way back, that I just bought this morning.

Altogether a great night with amazing music. I later discovered, that music is not this much healing a cold and the next day my nose was even more clocked and running than the day before.

Spidergawd playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

Spidergawd playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

Setlist Spidergawd:
No Man’s Land
El Carazon Del Dol
The Best Kept Secrets
Get Physical
Crossroad’s
The Funeral
Tourniquet
Into Tomorrow
Lighthouse
Picture Perfect Package
… Is all She Wants
Caerulean Caribou
Master of Disguise
Blauer Jubel

Setlist The Cheaters:
Just Like U
20,000 Miles An Hour Girl
Stay On Your Mind
Voodoo
Everybody Must
Keep Walking
Hooked
She’s A Spider