NATHAN GRAY COLLECTIVE – Until the Darkness Takes Us

Nathan Gray Collective - Until The Darkness Takes Us

Silver Vinyl (ltd. 500 copies) / CD – Digipack
End Hits Records / Tongues Of Fire

Die letzten beiden Tage waren auf jeden Fall von Nathan Grays neuem Album geprägt. Gestern habe ich beim Zoll meinen Pledge in Form eines Shirts, der CD, Nathans Buch und die anderen Goodies abgeholt und heute lag schon das Album in der Vinyl Version bei mir vor der Tür.
Da war natürlich die Freude gross und es hat ein wenig gedauert, bis ich mich in die neue Platte hinein gefunden habe. Nathan Gray und Daniel E. Smith haben die Scheibe komplett D.I.Y. durchgezogen und dafür im letzten Jahr eine Crowdfunding Kampagne gestartet, um die Unkosten zu begleichen. Mit einem Erfolg von über 200% der angestrebten Summe haben sie sicher selbst nicht gerechnet.
Seit dem 03. März ist die neue Platte nun raus und am 24. März steht auch das silberne Vinyl über End Hits Records in den Läden.
Das Cover zeigt einen Leichenaufbewahrungsraum von innen und mit dem Titel ist die Richtung der Platte eigentlich schon klar. Melancholische, schwere und mit einem dichten Musikteppich versehene Songs nehmen mit auf eine Reise in das Graysche Universum. Manchmal klingt die erste EP durch und oft überraschen die Wendungen in den Liedern, die entweder ausufern oder ruhige Sphären beschreiben. Teilweise erinnert der Elektro-Part an die 80’er Jahre und wandelt sich dann in einen düsteren Tanzrhythmus. Wunderbar tanzbare Lieder wie Skin und Remains werden in einen Kontrast gesetzt zu hinreissenden Balladen wie Lusus Naturale oder das unter die Haut gehende Damascus. Das unglaublich treibende At War hat mich komplett umgehauen. Einige Lieder laden eher zum Nachdenken und Innehalten ein, was in diesen hektischen Zeiten nicht verkehrt ist. Manchmal klingen Ministry oder Nine Inch Nails durch und Grooves, die ich nicht wirklich einordnen kann.
Die Mischung aus elektronischen Samples, Piano, Cello und einem natürlichen Schlagzeug und Gitarren ist perfekt gelungen und darum gibt es die volle Punktzahl. Ich bin gespannt auf das Konzert am 10. April in Köln, das Ganze dann mal live zu sehen.

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Trade Wind – You Make Everything Disappear

Trade Wind - You Make Everything Disappear

TRADE WIND
You make everything disappear

Die Platte ist am 15. Juli 2016 bei Equal Vision in den USA und unter Lizenz bei End Hits Records in Deutschland erschienen. Am Donnerstag flatterte bei mir bereits das Vinyl herein. Von der Scheibe wurden in Deutschland nur 500 Exemplare in einem Neon-Pink Vinyl gepresst und 50 davon kamen mit einem Siebdruck Cover. Ich habe zumindest eines der normalen Vinyl ergattern können, denn die Band lohnt sich.
Mit dabei sind Jesse Barnett von Stick To Your Guns und Tom Williams von Stray From The Path und sie spielen seit 2013 zusammen. Bislang haben sie ihre erste EP „Suffer just to believe“ 2014 veröffentlicht und das hier ist ihr erster Longplayer.
Ich muss dem Bandinfo Recht geben, dass hier Vergleiche zu Thrice passen aber mit Radiohead oder den Deftones würde ich sie nicht direkt vergleichen. Mir würden hier eher Elliott oder Kill Holiday einfallen, die ich zum Vergleich heranziehen würde. Für die Deftones sind Trade Wind zu soft, zu sphärisch und dicht. Gefüllt mit elektronischen Klängen, Klavier und jede Menge Gefühle mit einem Liebeslied (Tatiana – I miss you so much) und ein Lied für den Herzschmerz (I hope I don’t wake up). In dem Schlusslied (Je t’aimerais toujours) taucht dann im Hintergrund wieder die Liebeserklärung an Tatiana auf (I miss you so much).
Insgesamt eine gelungene Platte – ruhig, atmosphärisch und für romantische Abende eine wunderbare Untermalung.

Trade Wind - You Make Everything Disappear

Trade Wind – You Make Everything Disappear