Hardcore auf deutsch, israelisch, australisch und amerikanisch

Konzert vom 20. März 2016 im Underground in Köln
Defeater, Break Even, Kids Insane und Jail

Nein, ich bin nicht nach Köln gefahren, um mir Refused anzusehen. Das wäre vielleicht auch interessant gewesen, aber ich bin doch in den Untergrund gegangen.

Der Underground in Köln. Hier habe ich mein erstes Motorpsycho Konzert so 1994 oder 1995 gesehen, nachdem ich an der damals noch existierenden Hall Of Fame gesprüht hatte, die um die Ecke lag. Mit einer Tasche voller Dosen saß ich dann bekifft im Hintergrund der Halle und bin auf die musikalische Reise der Norweger gegangen. Hier haben viele gute Bands gespielt, die heute schon in großen Hallen gastieren. Und heute stand ein internationaler Hardcore Abend auf dem Programm.

Er begann lokal mit Jail aus Paderborn und dem Ruhrgebiet. Hardcore hat immer irgendwie etwas mit Sport zu tun. Viel springen, auch rennen, schreien, hüpfen und die Arme rudern. Sänger Björn hatte bereits eine kurze Sporthose an und war besonders aktiv auf der Bühne, wie es sich gehört: er rannte, schrie, hüpfte und war ein geladenes Energiebündel, dem man nur schwer mit den Augen folgen konnte.

Präsentiert wurde ein energiegeladener Oldschool Hardcore und auch wenn die Band im Herbst letzten Jahres gerade ihre erste 7″ Single aufgenommen und veröffentlicht hatte, wurde doch klar, daß die Mitglieder ihre Sache bereits seit vielen Jahren machen. Es klang schon sehr ausgereift und erwachsen. Ich bin gespannt auf das was noch kommen wird aus dem Gefängnis Jail.

Jail playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Jail playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Ich hatte noch nie im Underground fotografiert und war von Beginn an etwas frustriert über das schlechte Licht. Ich nehme so gut wie nie einen Blitz beim fotografieren, denn das macht total langweilige, flache Bilder und gibt keine tollen, satten Farben. Blitzfotografie in der Automatik-Funktion der Kamera kann auch jeder machen und ich fotografiere immer komplett manuell und mit dem Licht der Scheinwerfer. Also auf Konzerten. Da geht auch was schief, aber es sind in meinem Augen die besten Bilder entstanden. Doch hier musste ich improvisieren zwischen Fotos mit Blitz, Überbelichtungen und Fotos ohne Blitz. Am Ende sind doch ein paar nette Bilder für mein Buchprojekt heraus gekommen. Oder?

Als nächste Band stand die Gruppe Kids Insane aus Tel Aviv in Israel auf dem Programm, die sich bereits 2010 gegründet hatten und auch schon ein paar Mal in Deutschland auf Tour waren. Jetzt begleiteten sie Defeater als Support und haben selbst schon eine kleine Fangemeinde in diesem Land.

Ihre Musik war eine Mischung aus Oldschool Hardcore und modernen Einschlägen, der den eurpoäischen Vorbildern in Nichts nachsteht. Durch die begrenzte Zeit von nur 40 Minuten war das Set sehr schnell vorbei, aber das ist bei den vielen Bands des heutigen abends und bei Hardcore eigentlich nicht verwunderlich.

Kids Insane playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Kids Insane playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Mit der dritten Band dieses Abends – Break Even – reisen wir von Israel nach Australien, wo die Gruppe in Perth beheimatet ist. Es gibt sie auch schon seit 2005 und in 2008 hatten sie den tragischen Verlust ihres Gitarristen Rowan Willoughby zu beklagen, der sich das Leben nahm. Aus dieser Trauer heraus entstand ihr Debut Album The Bright Side, was bislang die einzige Longplayer Veröffentlichung der Band blieb.

Der Bassist hatte mit dem Gürtel seines Instrumentes zu kämpfen, der ständig abfiel und der Sänger forderte das Publikum permanent auf, von der Bühne zu stagediven. Das wurde gerne angenommen und die Energie der Musik setzte sich bald in das Publikum um, was eine hervorragende Basis für die letzte Band des Abends – Defeater zu formen.

Break Even playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Break Even playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Gegen 22 Uhr wurde es dann Zeit für den Hauptakt des Abends. Defeater. Die Halle war mittlerweile komplett gefüllt und ich entschloss mich, die Position vor der Bühne zu wechseln und ging an den rechten Rand. Das erwies sich nachher als weise Entscheidung, denn ich konnte hier bessere Bilder machen als auf der linken Seite.

Die fünf Jungs aus Boston spielen seit 2004 zusammen und sie haben sich im letzten Jahr nach der Veröffentlichung ihrer neuen Platte Abandoned von ihrem Gitarristen Jay Maas getrennt. Mit der neuen Platte sind sie derzeit auf Europa Tour und eröffneten ihr Set auch mit dem Titeltrack der Scheibe.

Die Band riss das Publikum vom ersten Moment an mit und wurden bei einigen ihrer bekannten Songs frenetisch gefeiert. Menschen flogen durch die Luft, Fäuste und Finger reckten sich der Bühne entgegen. Sie scheuten sich nicht zu betonen, daß sie den Underground als einen ihrer besten Locations lieben würden. Nach zwei oder drei Zugaben war pünktlich gegen 23 Uhr Schluss und ich setzte mich mit einem Bier an den Rand der Halle zum entspannen. Irgendwie sind Hardcore Konzerte auch für den Zuschauer recht anstrengend und ich war ein wenig erschöpft. Oder werde ich nur alt? Irgendwann forderte mich die Security zum Gehen auf und ich stürzte den Rest Bier herunter und ging zu meinem Wagen.

Defeater playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Defeater playing live at the Underground in Cologne, Germany at the 20. March 2016.

Ein Video konnte ich an dem Abend leider nicht machen, da es sehr hektisch vor der Bühne war und der Sound so dermassen laut war, daß die Kamera den Ton nur übersteuerte und es kein wirkliches Hörvergnügen mehr war.

Kunstlose Wut von schockierenden Idioten

Konzert vom 04. März 2016 im Bahnhof Langendreer, Bochum
The Idiots, Artless, Die Wut & Shock Out

Den Weg zum Bahnhof Langendreer finde ich schon fast im Blindflug. Auf dem Weg vom Parkplatz zur Halle fielen mir zwei Punks mit Irokesen Haarschnitt und bunten Haaren auf, die aus einem silbernen Mercedes der S-Klasse ausstiegen und ich habe mir nur gedacht: „Meine Güte haben sich die Zeiten geändert, früher fuhren die Punks mit dem Bus zum Konzert und heute steht der Mercedes vor der Tür.“

An diesem Abend waren The Idiots im Langendreer zu Besuch und ich hatte mir schon länger beim Sir Hannes Schmidt die Erlaubnis geholt, dort fotografieren zu können. Wieder so eine Band, die ich aus meinen Jugendjahren kenne und die nun wiedersehen werde. Ich habe meine Erinnerung ausgewrungen, ob ich sie schon in der Mitte der 90’er Jahre einmal live gesehen habe, aber ich kam auf keine bewusste Begegnung. Vielleicht ist ein Konzert der Idiots auch in Vergessenheit geraten in dem Nebel der Erinnerung oder aufgrund des konsumierten Alkohols.

Ich betrat gerade die Halle, als die erste Vorband Shock Out auf der Bühne stand. Vier junge Männer, die sich 2012 zusammen gefunden haben, um gemeinsam Musik zu machen. Heute brachten sie ihre erste EP mit dem Titel Beast heraus. Also eigentlich eine Release Show. Als Vorband von den Idiots.

Diese EP mit ihren vier Liedern spielten sie auch vollständig durch und legten noch ein paar Songs drauf. Als Zugabe gab es dann noch Blitzkrieg Bop von den Ramones. Der Sänger erinnerte mich irgendwie an Dustin Kensrue von Thrice, aber nur visuell.
Die Band hatte sogar einen Startblock mitgebracht, um den Leuten das Stagediven zu erleichtern, aber er wurde irgendwie nicht genutzt. Bevor ich den Sound der Band so richtig erfassen konnte, war ihre Spielzeit auch leider vorbei.

Shock Out - Bahnhof Langendreer, Bochum - 04.03.2016

Shock Out – Bahnhof Langendreer, Bochum – 04.03.2016

Als zweite von den insgesamt vier Bands heute Abend spielten Die Wut. Sie haben sich bereits 1980 gegründet und zwischen 1983 und 2007 hatte sich die Band aufgelöst. Nun touren sie wieder und spielen vereinzelte Konzerte. Vor kurzem haben ihren Gitarristen verloren, sodass der Sänger diesen Part übernehmen musste und nicht wirklich zufrieden schien mit dieser Aufgabe. Er beschwerte sich nicht nur einmal über den Verstärker in seinem Rücken. Aber ihr Sound klang wie in den 80’ern, rau, punkig und kantig mit viel politischer Botschaft.

Die Wut - Bahnhof Langendreer, Bochum - 04.03.2016

Die Wut – Bahnhof Langendreer, Bochum – 04.03.2016

Als dritte Band im Bunde trat ein ganzer Trupp an Musikern auf die Bühne: Artless aus Duisburg. Drei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und ein Sänger. Einer der Gitarristen spielte sogar noch Orgel, die bei der lärmenden Wand der Gitarren leider vollständig unterging und nicht zu hören war.

Artless existieren auch schon etwas länger, die bereits 1981 ihren legendären Single Mein Bruder ist ein Popper aufgelegt haben. Dieses Lied spielten sie auch heute Abend, was einen frenetischen Applaus und tanzwütige Teenager auf das Parkett rief. Bei der Band sind heute noch Sänger Hank Sinatra und Gitarrist/Keyboarder Willi Solid als einzige verbliebene Originalmitglieder der 1979 gegründeten Band aktiv. Auch diese Band löste sich 1981 auf und formierte sich 2007 neu.

Ihre Wand aus Gitarren und der schnelle Sound mit manchmal etwas skurrilen Lieder (Unrasiert??) haut mich um, daß bald meine Ohren schmerzen und ich für die Idiots meine Ohrstöpsel einlege.

Artless - Bahnhof Langendreer, Bochum - 04.03.2016

Artless – Bahnhof Langendreer, Bochum – 04.03.2016

Zu guter Letzt und der Hauptakt des Abends sind The Idiots aus Dortmund, wo sie auch ihren gleichnamigen Laden und ihr Plattenlabel haben. Ich bin auf die Band Anfang der 90’er aufmerksam geworden, als sie ein paar Lieder auf dem 1989 erschienen Das waren noch Zeiten Sampler veröffentlichten.

Die Idioten haben sich schon 1978 als frühe Punkband gegründet, die den Deutschpunk massgeblich beeinflussten. Ihr Gründungsmitglied Sir Hannes ist heute das einzig verbleibende Mitglied der Gruppe. Er ist positiv exzentrisch und hat eine sehr starke Bühnenpräsenz, die an Jello Biafra heranreicht und seine eigene Klasse besitzt.

Sie sind seit jeher bekannt dafür, Aktionen auf der Bühne zu machen und auch heute legte sich Sir Hannes eine Fleischwurst und ein Schinkenstück auf den Kopf, während er das Lied Fleischwolf sang. Seine Mimik und Gestik ist ausdrucksstark und der treibende, trashige Punksound mit seiner manchmal kreischenden Stimme nimmt das Publikum mit. Es wird gepogt, Bierfontänen sprühen auf die Bühne und irgendwann zerbricht eine Glasflasche am Bühnenrand.

Das gehört dazu und ist beabsichtigt und gegen Ende des Konzertes verteilt die Band Hansa Bierdosen ins Publikum, sodaß der Boden nass und glitschig ist. Ein echtes Punkkonzert hat so zu enden. Es ist 1:30, ich kann nicht mehr und schleppe mich zum Auto zurück.

The Idiots - Bahnhof Langendreer, Bochum - 04.03.2016

The Idiots – Bahnhof Langendreer, Bochum – 04.03.2016

Setlist Die Wut:
Blinde Wut
Raus
Punk
Kirche
Giftgas
Armutsstaat
Überwachung
Wahrheit oder Pflicht
Jetzt oder Nie
Drecksland
Zu Still
Morgen
Leben
Zugabe:
Freiheit

Setlist Artless:
Erleuchtung
Alkohol
Herdentiere
Großstadt
Urlaub
Peace & Anarchie
Alles Geht
Jenny
Punk 80
Das Leben
Unrasiert
Komm Gib Mir
Wozu
Mein Bruder
Donnerwetter
Mach’s Gut
Zugaben:
Diese Stadt
White Riot
Were Only

Setlist The Idiots:
Deathbrains
Der Tod
Selbstmord
Gott Sei Punk
Alter Schwede
Fleischwolf
Nuclear War
Der Idiot
Verseucht
Bayrischer Wald
Mädchen mit den roten Haaren
Der Säufer
Samstag Nacht
Schweine ins Weltall
Emmi oh Emmi – Idioten ficken besser
Der S04 und der BVB
Heavy Metal Psycho Punk
Kill Him
Amok
Edeka
Zugaben:
Now I Wanna Be Your Dog
Tage ohne Alkohol
Destroy My Body
Pechvogel bei den Frauen

Punk Legenden

Nach dem Spidergawd Konzert am Dienstag, ging es mir gesundheitlich zwar immer noch nicht blendend und meine Nase war irgendwie verstopft, aber ich musste meinem heutigen Ziel folgen. Es sollten heute die legendären Punkbands UK Subs und TV Smith im Bahnhof Langendreer in Bochum spielen und diese Möglichkeit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Ich war diesmal viel zu früh da, weil ich dachte, es könnte voll werden. Doch der Bahnhof war noch verschlossen und ich stand etwas fröstelnd nur mit meinem Kapuzenpulli bekleidet vor der Halle. Meine Jacke lag natürlich in meinem Auto, damit ich sie nicht als Ballast während des Konzertes irgendwo ablegen musste.
Gegen 20 Uhr machte der Eingang endlich auf und wir strömten hinein, bekamen unseren Stempel und die Halle war noch leer. Es dauerte eine weitere Stunde, ein Bier und ein Gespräch mit einem Typen, der mich über mein Kamera-Equipment bei Konzerten ausfragte, bis sich endlich etwas auf der Bühne tat.

TV Smith macht seit 1977 Punkrock, als er in London mit ein paar Anderen die Adverts gründete. Seit den 90’er Jahren ist er auch solo unterwegs und bekannt für seine akustischen Sets als Singer-Songwriter. Der gute Mann ist heute fast 60 Jahre alt und wurde wieder einmal von dem Toten Hosen Schlagzeuger Vom Ritchie begleitet, der ihn bereits auf vergangenen Touren unterstützt und auf seinen Platten das Schlagzeug eingespielt hatte. Es war sehr angenehm, daß er ein fast flüssiges Deutsch sprach, was er sich in den letzten Jahren selbst beigebracht hatte.

Er spielte viele seiner bekannten Lieder wie Expensive Being Poor, Not In My Name oder ein paar Lieder der Adverts wie den Hit Gary Gilmore’s Eyes .
Ein gelungener Auftakt für den wunderbaren Abend und man muss TV Smith mit seiner sympatischen Art einfach lieben.

TV Smith playing live at Bahnhof Langendreer, Bochum, Germany on 19.  February 2016.

TV Smith playing live at Bahnhof Langendreer, Bochum, Germany on 19. February 2016.

Um 22:30 Uhr herum kamen dann endlich die UK Subs auf die Bühne. Auch ihr Sänger Charlie Harper ist mittlerweile fast 72 Jahre alt und das einzige verbleibende Mitglied der Band, die er 1976 gründete. Sie haben neulich noch erst angekündigt, daß sie nun ihr letztes erscheinendes Album heraus bringen werden. Die bisherigen Albumtitel ihrer bisherigen 25 Alben begannen immer mit einem neuen Buchstaben in der Reihenfolge des Alphabetes und so wird das allerletzte Album der Band natürlich auch mit Z beginnen: Ziezo.

Ziezo stand auch auf dem riesigen Bühnenbanner geschrieben und ein mit Nachtsichtgerät verdecktes Gesicht. Die Bühnenpräsenz von Charlie in seinem Alter hat nichts an Energie verloren und er machte seinen Spaß mit dem Publikum und gab auch einige der Hits von den UK Subs zum Besten wie Warhead.

Gegen 23:30 Uhr war das Konzert nach ein paar Zugaben zu Ende und ich trottete den Weg zu meinem Auto und fuhr nach Hause. Es ist wunderbar zu sehen, daß viele dieser alten Punk Legenden überlebt haben und ihrem Stil und der Kultur des Punk treu geblieben sind. Ich freue mich auf das letzte Album der UK Subs, von dem sie ein Lied gespielt hatten.

UK Subs playing live at Bahnhof Langendreer, Bochum, Germany on 19.  February 2016.

UK Subs playing live at Bahnhof Langendreer, Bochum, Germany on 19. February 2016.

TV Smith on stage:
https://www.youtube.com/watch?v=NDZUmCv8Q5E

UK Subs on stage:
https://www.youtube.com/watch?v=5q0KgyahHkE

Of spider gods and cheaters

I still did not fully recover from my cold, but I needed to go out and see some music. Maybe music can be healing as well? Of course it does.

Today’s programme was about to see Spidergawd and The Cheaters in Gebäude 9 in Cologne. The last time I had been at that place was 2006 to see Sleater-Kinney before they split. It is a little complicated to get there as far as I remembered, because you needed to make a u-turn to get to the street, where the club was.
Hmm, with my modern-day navigation system it was easy to find. But after I left my car, I still had some problems to find the venue, because it was in a backyard.

Inside, everything looked different than 10 years ago and the bathroom was over and over covered with stickers. The concert hall was not open yet, so we all were squatting inside the entrance hall, drank our beers or other liquids and I could get a good overview on the merchandise of Spidergawd to make my coice for later.

DJ Friese, a long-bearded man was putting up some records with fine rock music on the turntable and someone threw a full bottle of beer on the ground. What a mess! Finally, about 8pm, we were allowed to enter the main concert hall. It took some time until it was completely full, but at the end, the whole room was packed and an estimated 200 to 250 people.

The first trio – The Cheaters – I never heard before. They should not be confused with The Cheaters, that were playing during 1979 to 1987 and coming from New York. There is another Cheaters band from Baltimore, but we are meeting here the three-piece cheaters from Oslo, Norway. They started playing in 2006 and won the Norwegian Grammy Award (The Spellemann) for the best rock album in 2014. They call their music punk rock n roll.

One guitar, a bass and a drumset, split apart due to the massive drumset of Spidergawd’s Kenneth Kapstadt and the guitar player Henrik Width Kristiansen had to stay alone on one side with his equipment.

Their sound was driving, loud and noisy. But it is very hard to play as first band before another great band, that everyone expects.
Their songs were a lot about girls and I sometimes felt like being back in the 1960’s, when the people looked like guitar player Henrik and the sound was a bit similar too. At the end they did a good job, but were not really my cup of tea.

Their last song „She’s a Spider“ they dedicated to the following gods of spiders.

The Cheaters playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

The Cheaters playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

The first disapointment when Spidergawd entered the stage was, that Motororpsycho’s Bent was replaced by an unknown, but similar looking long-haired young man. Later it became clear, that it was Hallvard Gaardløsn named „The Kid“, because Bent had some duties to carry out with new projects of his main band Motorpsycho. Motorpsycho is my most favourite band since I saw them the first time in 1996 in Cologne.

But with the first note they plaid, it was clear, that they will crush the hall to the ground. The most amazing thing about this band is, that they place the drum kit right in the front of the stage and with the first hit, that Kenneth did on the drums, I felt the music in every single cell of my entire body. The amplifiers were turned on loud and everything vibrated and shook with every note they plaid.

Which is good, because you feel and go with every song and at the end you are deaf. Unless you don’t wear any earplugs. It was so loud, that I can’t even upload the video I recoreded with my cellphone, because it is far too overdriven and not nice to listen anymore. So this time, no video. I am sorry.

They plaid songs from all three albums and they were much better than the recorded ones. The bariton saxophone player is one of the best additions, that this band has included in their portfolio and Kenneth is one of the most energetic drum players I have ever seen. They even plaid an encore, that seemed to be unusual for them.

After a long and exhausting concert that was satisfying everyone who had been there, I bought my shirt and a vinyl and left the place on my way back home. Still very paralyzed from the loud sound, I listened to the new Motorpsycho album in my car on my way back, that I just bought this morning.

Altogether a great night with amazing music. I later discovered, that music is not this much healing a cold and the next day my nose was even more clocked and running than the day before.

Spidergawd playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

Spidergawd playing live in Gebäude 9, Cologne, Germany on 17. February 2016.

Setlist Spidergawd:
No Man’s Land
El Carazon Del Dol
The Best Kept Secrets
Get Physical
Crossroad’s
The Funeral
Tourniquet
Into Tomorrow
Lighthouse
Picture Perfect Package
… Is all She Wants
Caerulean Caribou
Master of Disguise
Blauer Jubel

Setlist The Cheaters:
Just Like U
20,000 Miles An Hour Girl
Stay On Your Mind
Voodoo
Everybody Must
Keep Walking
Hooked
She’s A Spider

Inmigrantes ilegal: Che Sudaka

I have seen Che Sudaka the last time in 2007, when they plaid in a small venue in my hometown and were not as popular as they are today.

Since then, I followed the band, but did not see them live again. Unfortunately. But this long thirsty period was about to end today, because they were playing in my most loved venue at the Bahnhof Langendreer in Bochum.

When I first arrived there, a lonely DJ was playing some music from the stage and it later turned out, that he was part of the first band Banda Senderos from my hometown Essen. A singer joined the stage later and they plaid a few songs with music coming from the computer and this guy singing in Spanish and German. The band actually were nine people, and I don‘ tknow where the other seven were this night.
It was the very same band, that my brother gave me a CD as birthday gift recently. I was not really a big fan of them, they were okay, but their sound did not kick me directly.

They finished very quickly and I was suprised if this was all. And it was.

Che Sudaka - live at Bahnhof Langendreer in Bochum, Germany on 02. February 2016.

Che Sudaka – live at Bahnhof Langendreer in Bochum, Germany on 02. February 2016.

After this, Che Sudaka was about to play. Che Sudaka is a band, that consists of former illegal immigrants, who came from Argentina and Colombia to Barcelona and formed a street musicians band in 2002. They became famous all over the world and plaid more than 1,500 shows.

They entered the stage and had changed slightly since I saw them eight years ago. But the energy of their music remained the same. They started their set off with the song „Una Kasuita“ and from that moment on, the show was a whole dream and the songs were floating into another and you could not resist to dance.

As expected, the room was packed with people and they were all dancing and smiling. The band was dancing, smiling and jumping as well and considered the audience as one family, because we all came here together this one very night to celebrate, be happy and listen to the great music of Che Sudaka. The singer Kachafaz did not get tired to mention it. You could see in the faces of the people that they were happy too and smiling. It is always good to bring positive vibes and a good mood to people, who just get out of their daily work or routine to see a band on a Tuesday night.

Che Sudaka is not shy to bring politics and social issues on stage and they even plaid one of my most favourite songs – „Sin Papeles“ – „Without papers“ about illegal immigrants in Europe. This song could not be more in time than ever when we think about the thousands of refugees entering Europe and many of them get a tattoo as „illegal“ or even worth: get deported. The band announced the song with „Kein Mensch ist illegal (No human-being is illegal)“ and „Refugees Welcome“. How could you not love this band?

Che Sudaka - live at Bahnhof Langendreer in Bochum, Germany on 02. February 2016.

Che Sudaka – live at Bahnhof Langendreer in Bochum, Germany on 02. February 2016.

I am always shy to dance and I also need to concentrate on my equipment and to get the right photo at the right time, so dancing is not my first priority during concerts, because I somehow have a mission to fulfill. But the longer the concert went on, the more I could not resist to join the may 400 dancing other’s. I had the impression, the longer the music went on, the more energy it created and the more it brought happiness and movement into the people. They even started to pogo at one of the last songs.

Che Sudaka finished their show with the song „Come Una Bomba„. It was 10:30pm. Pretty early as I realised later, when I stepped out of the venue. I drove back home and listened to the live CD „1,111 Lives„, that I bought for 5 Euros at the show and drank a Spanish red wine, while writing down this review.

Sin Papeles performed live:

Still fucking angry

Yesterday, my work stopped at 8:15pm and I knew my time would be tight tonight. Right at finishing time, I just jumped out of my working clothes, entered my car and drove as fast as my small and slow car could get me to Bergisch Gladbach, a small town nearby Cologne.

Arriving in darkness is always a struggle for me, because I am night-blind, have a problem with left and right and surely I first missed the spot.
After parking the car, I entered the youth centre and wow, I felt young again. My first punkrock show was 1991, where I saw the German punk-band Molotow Soda from the former German capital Bonn. Today, almost 15 years later, I was about to see another band from the same city F*cking Angry.

The evening was supposed to be the record release gig for another band Pogendroblem (something like prugdroblem in English), who is a local act and who had organised the whole thing.
When I arrived, the first band was suprisingly sitting almost entirely on the stage and I felt like being transported back in the beginning of the 90’s, when punks were still punks and I was younger and with more energy and less worries in my mind.

They were called Unterstaat and the singer had a police hat on his head and the guitar player looked like he came from this other dimension, which I call „back in the punk-days“. This was the way punk-bands looked like back in the days. And still are like this, which always brings a smile into my face. Unterstaat plaid rough German punk and I took a few photos.
The audience was pretty young and me in my old age (hahaha) felt younger too. In the corner, some people older than me were obviously waiting for their maybe teenaged kids in the crowd to bring them back home. Or something similar, I was just guessing.

The first band just plaid a few songs and then finished. So, I did not get much of what they plaid and they rushed from stage.
Time for me to discover the room and the audience. It was a wide and long, but properly equitted concert room, typically for youth centres. Three doors, where people could enter and the audience consisted of many punk clothed people and some ordinary styled. A great mixture.

Unterstaat at Ufo in Bergisch Gladbach, Germany playing live on 30. January 2016.

Unterstaat at Ufo in Bergisch Gladbach, Germany playing live on 30. January 2016.

The second band Pogendroblem changed the equipment and I was a little confused, because it was their release gig and they did not play as main act.
Their music was German punkrock and had good lyrics and the singer was full of high energy.
One of their songs was against the rascist party AfD (Alternative for Germany), who is unfortunately getting a great support during these days full of fears and anger against the arriving refugees from countries, where our very own government delivered the weapons to: „You are in the fist of fear, you have no perspective, because you can not go alone, you are looking convulsively for an alternative.“

Another song was rather more explicit: „Milk products make you dumb!“

Pogendroblem at Ufo in Bergisch Gladbach, Germany playing live on 30. January 2016.

Pogendroblem at Ufo in Bergisch Gladbach, Germany playing live on 30. January 2016.

The last band this evening, I had seen almost two weeks ago. This time, the location was nicer and not a dangerous former swimming pool, where people hit their back on the stairs. F*cking Angry plaid their angry and high energy punk-hardcore again and this time I was better prepared, because I had their vinyl in home since two weeks and knew many of the songs.

Their energy was sheerly hitting in my back and stomach and my legs started to move uncontrollable. Gabo, the drummer had to work a lot, I can see the hard parts of the songs in his face, but this gave a rather stronger energy to the already existing wall of guitar, the grumbling bass and the deep and straight voice of Beckx.

Unfortuntely the people had decreased since the last band and the place to dance was now huge and the guys could pogo and jump as hell. They all knew the band very well and could sing their lyrics.
As usual, they started off with their title song Fucking Angry and they finished their set with the song Born Angry. Does this say enough?

Thanks to all the bands for the nice evening and also the lovely audience. Hope to see you all again soon.

F.cking Angry - live at Ufo in Bergisch Gladbach on 30. January 2016

F.cking Angry – live at Ufo in Bergisch Gladbach on 30. January 2016

A video of F*cking Angry during that show:

And a video of Pogendroblem during that show:

Setlist Pogendroblem
Moschen für Groschen
Schnöselpunx
Viktoria
AfD Motherfucker
Öffis
Kotzen
Milchprodukte
Nipster
Putin
Flucht
Schales Bier
Steiner Kids are Stoner Kids

Setlist F*cking Angry
Intro & F.cking Angry
Unterwegs
Lone Wolf
Destroy
Doin‘ Alright
Hashtag
Myanmar
Blackout
Hardcore
Battle the Bottle
Bad Neuenahr
Fuck Off
Atomstrom
Skatesong
Born Angry
………………
Was übrig bleibt

District and Vageenas – 19. December 2015

Oldschool punk reminds me of my own youth, when I still had blue hair and clothes, that I stitched together from old clothes and fabric. The outlook is different today, even though the inside and mind still remains the same (yes, I still have the same two kidneys and lungs). There is so much to learn and take from punkrock and you sohuld always keep this spirit alive in this mad world.
Some bands still keep this spirit alife and this makes me feel confident that something did not die out.
On 19. December, a few days before silent Christmas, the two loud punkbands District and The Vageenas invited for an anniversary show at the Trompete in Bochum.
The venue was located in the city centre of Bochum and the most funny thing was, that you had all these black-clothed punks standing outside before they were let in and next to the Trompete was a fancy restaurant with a very expensive looking furniture and more expensive looking people inside. A great contrast, that I loved a lot.
The venue was located in a basement, so the place was greatly chosen for a show that is called „Going Underground“.
District invited to celebrate their 20th anniversary. Even though this band has gone through a couple of changes not only with their name, but also with some band-members. Today, they are standing on the stage with some members from the original line-up and some new ones.
At first, the band Vageenas rocked as hell and the sticky air filled with swet. This band is as old as District and was founded in 1994 by punk-heroine Babette V. A pink-clothed and fully tattoed lady, that burst with energy. She was jumping, running to the counter of the bar, sang from there, ran back, jumped again, ran to the other side of the room, where she was standing in the middle of the crowd. What energy she had and this energy was reflected in their music as well. Sometimes the musicians were alone on stage for some time, because Babette was with the people in the crowd.
The main act of the night, District, shared the same drummer as The Vageenas and it must have been an intense night, playing for two powerful punk bands.
The band and especially the look of the singer Marc De Burgh reminded me about a time, that reminded me of the 90’s and felt a little younger. Maybe?
Their music was intense, loud, some songs were so familiar to me and it was great to hear them again. The crowd was active to every single note and sang many lyrics and made a great choir. It was hot and sweaty and worth being there. Thanks to both bands for an amazing night of good old punkrock and raw energy.

The Vageenas - Trompete - Bochum, Germany - 19.12.2015

The Vageenas – Trompete – Bochum, Germany – 19.12.2015

District - Trompete - Bochum, Germany - 19.12.2015

District – Trompete – Bochum, Germany – 19.12.2015

And a little video, the quality is not so good, because of the lack of good light in this place: