Die Anderen entzünden meine Verteidigung

Konzert vom 17. Juli 2016 in dr Essigfabrik Köln
Ignite, The Other, My Defense

Es gibt Bands, mit denen ich groß geworden bin und Ignite gehört mit dazu. Ich hatte sie zuletzt vor knapp 9 Jahren in der Matrix in Bochum gesehen und dachte, es wird mal wieder Zeit, sie mit ihrer neuen Platte und neuen Musikern zu besuchen.

Mal wieder Köln. Diesmal die Essigfabrik. Mit der Bahn in diese Stadt zu fahren ist mir wegen der langen Strecke alleine zu trist und mit dem Auto bekomme ich eigentlich bei fast jeder Fahrt entweder einen Hals oder mir klappen die Fingernägel um. Also habe ich heute etwas mehr Zeit mitgebracht für meine Autofahrt und kam an dem Sonntag sehr glatt durch und da ich in der Essigfabrik noch nie zuvor war, fuhr ich natürlich erst einmal vorbei, statt in die Straße einzubiegen, die parallel zur Hauptstraße lag. Naja, umdrehen und einen neuen Versuch wagen, bin ich ja gewohnt. Diesmal war ich sogar sehr früh da und konnte bequem meine Presseanwesenheit bestätigen, den doofen Fotografen-Aufkleber auf meine Hose pappen (die noch heute Klebereste davon aufweist) und mich erkundigen, wie und wo ich fotografieren darf.
Mal nebenbei: ich bekomme meine Konzertkarten nicht umsonst und bezahle jedes Konzert, nicht alleine deswegen, um die Bands zu unterstützen. Nun ob es Ignite nötig gehabt hätten, weiss ich nicht, aber ich wollte ja auch ein paar Fotos für mein Buchprojekt sammeln.

Zu Anfang war die Halle noch sehr leer und die paar Leute warteten auf die erste Vorband My Defense. Sie stammen aus Köln und haben sich bereits 2005 gegründet. Sänger Perry fand es toll, in seiner Heimatstadt endlich in der Essigfabrik spielen zu dürfen. Sie spielten schnellen Punk/Hardcore mit ehrlichen, persönlichen Texten. Leider nur eine halbe Stunde lang und dann mussten sie die Bühne schon räumen.

Nun gab es einen kleinen musikalischen Stilwandel und die Horrorpunk Band The Other betrat die Bühne. Sie stammen ebenfalls aus Köln und es gibt die Band seit 2002 und sie sind eine Institution im deutschen Horrorpunk. Sänger Thorsten Wilms (Rod Usher) betrieb zwischen 2003 und 2014 zusammen mit Jonas „Paddy“ Nitzsche das Label Fiend Force Records. Ebenso eine Institution im Horrorpunk.
Was bei der Band für ein Sound dargeboten wurde, scheint sicher klar und sie traten natürlich in den üblichen Zombie-, Horrorfilm- oder Misfits-Verkleidungen auf. Stilecht also.

Um 21:30 Uhr sollten dann der Hauptakt Ignite spielen. Die Gruppe gibt es seit 1993. Brett Rasmussen ist heute noch das einzige verbliebene Gründungsmitglied, Sänger Zoli Téglás ist seit 1994 dabei. Sie gehören zu einer der wichtigsten Hardcore Bands der USA in der heutigen Zeit. Ich bin auf die Band Mitte der 90’er gestoßen als sie ihre Past Our Means EP gerade heraus gebracht hatten.

Jetzt gaben sie ein paar exklusive Hallenkonzerte während ihrer sommerlichen Festival Tour. Erst im Januar veröffentlichten sie ihr letztes Album A War Against You. Sie spielten ein paar Lieder der neuen Platte, aber vor allem auch ihre Klassiker wie In My Time oder Run, Run, Run, weswegen wir diese Band alle lieben.
Irgendwie war mir das Konzert zwischenzeitlich zu schleppend, denn die ruhigeren Songs überwiegten das Setup etwas. Dennoch ein gutes Konzert, laut, verschwitzt und ich glaube sogar ausverkauft.

Ein kleines Video, aber leider mit schlechter Soundqualität 😦

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